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Kultur & Brauchtum

Kultur & Brauchtum - Auch in Arnbruck ist ganzjährig viel geboten

Der Lebensart und der Tradition wird im gesamten Bayerischen Wald, so auch in Arnbruck, viel Bedeutung beigemessen. Viele alte Bräuche sind im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten. Doch das ausgeprägte Traditionsbewußtsein unserer Region ließ viele Bräuche überleben und in neuem Glanz wiedererstehen. Ob Kirchweih, Bauerntheater oder Fahnenweihe, Sie sind bei uns immer ein gern gesehener Gast. Das Handwerk hat bei uns lange Tradition. In unseren Glashütten und Schnitzwerkstätten werden Kunstwerke höchster Qualität angefertigt, die mehr als nur einen Erinnerungswert besitzen. Im Anschluß geben wir einen kleinen Überblick über die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen. Besonders herausragende Brauchtumsveranstaltungen werden in einem eigenen Unterpunkt dargestellt:

Neujahrsempfang am 1. Januar
Auf eine kurze, aber dennoch recht interessante Geschichte kann der Neujahrsempfang am 1. Januar um 12.00 Uhr am Arnbrucker Gemeindezentrum zurückblicken. Der erste Empfang dieser Art war am 1. Januar 2000. Mit diesem Empfang wollte man das neue Jahrtausend auf ganz besondere Art und Weise begrüßen. Gleich im ersten Jahr kamen etwa 200 Gäste und Einheimische zum Arnbrucker Gemeindezentrum. Es gibt für alle Sekt und Orangensaft, um auf das neue Jahr anstossen zu können. Bedingt durch die gute Resonanz wird dieses Ritual nun jedes Jahr wiederholt und jedes Jahr kommen mehr Gäste am Neujahrstag um 12.00 Uhr zur Gemeinde. Musikalisch wird der Empfang vom Bläserchor des Zellertal-Spielmannszuges Arnbruck umrahmt, der Bürgermeister lässt das abgelaufene Jahr nochmals Revue passieren und gibt einen Ausblick auf das neue Jahr, treue Gäste werden geehrt und auch die „Heiligen Drei Könige“ sowie der Pfarrer sind mit dabei. 

 

Oft ist das Brauchtum auch an kirchliche Veranstaltungen geknüpft. Etwa die Fronleichnamsprozession mit aufgebauten Altären in der Ortsmitte und die weltlichen Feierlichkeiten an Ostern und Pfinsten. Auch die Kirchweihfeste, an denen die Patrozinien der Pfarrkirche St. Bartholomäus (24. August) und der Liebfrauenkapelle (2. Juli) gefeiert werden, gehören zum festen Bestandteil des Jahresprogramms.
 

Maibaum aufstellen
Ein Brauchtum, dass schon viele Jahre bestens gepflegt wird, ist das „Maibaum-Aufstellen“ um den 1. Mai. An mehreren Stellen im Gemeindebereich von Arnbruck werden diese Bäume am 30. April und am 1. Mai aufgestellt. Kleinere Feierlichkeiten schließen sich jeweils an. 

 


Pfingstritt zu Bad Kötzting am Pfingstmontag
Der Pfingstritt zu Bad Kötzting mit jährlich über 900 Reitern zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas und geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück. Im Dorfe Steinbühl, etwa sieben Kilometer von Bad Kötzting und Arnbruck entfernt, lag ein Mann im Sterben und bat um die Sterbesakramente. Der Pfarrer sah sich aber außerstande, ohne Schutz dorthin zu gelangen. Deshalb gaben ihm die Kötztinger Burschen auf seine Bitte hin das Geleit bei diesem Versehgang. Nach glücklicher Rückkehr wurde gelobt, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen.
Unter dem feierlichen Geläut der Kirchenglocken verlassen am Pfingstmontag die Reiter auf festlich geschmückten Pferden betend die Stadt. Die Reiterprozession wird angeführt vom Kreuzträger. Ihm folgen Laternenträger, Fanfarenbläser, Geistlicher Offiziator mit Mesner und Ministranten. Hinter ihnen reitet der Pfingstbräutigam mit den beiden Brautführern. Die offizielle Spitze wird abgeschlossen vom Pfingstbräutigam des Vorjahres, der die Marktfahne mitführt, mit seinen Brautführern und von der Vertretung der Burschenschaft. Die übrigen Reiter schließen sich betend an. Viele führen Erinnerungsfahnen mit, die sie für langjährige Rittteilnahme erhielten. An den vier Evangelien segnet der Offiziator die Fluren. In der Pfingstreiter-Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Steinbühl ist Reitergottesdienst. Nach einer Pause für Ross und Reiter bewegt sich die Reiterprozession um 12.00 Uhr wieder zurück nach Bad Kötzting. Im Jahre 2004 nahm mit S.E. Bischof Müller von Regensburg erstmals ein Bischof am Pfingstritt teil. Er erlies ein Dekret, mit dem der Pfingsritt wieder zu einer Eucharistischen Prozession wude und damit das Allerheiligste mitgeführt werden darf. Dies war seit einem Pastoralerlass des Bischofs Ignatius von Senestry aus dem Jahre 1869 verboten.

Die Feierlichkeiten des Kötztinger Pfingstritts gehen auch mit zahlreichen weltlichen Feiern einher. Zahlreiche Ausstellungen, Fackelzüge, Standkonzerte und Umzüge unterstreichen die Attraktivität des Kötztinger Pfingstritts. Am Pfingstsamstag beginnt auch das 10-tägige Kötztinger Pfingstfest.





Arnbrucker Bauerntheater
Brauchtum und bayerische Kultur pflegen auf eindrucksvolle Art und Weise auch der Verein „Arnbrucker Bauerntheater“. Seit viele Jahren wird in den Monaten Juli, August und September sowie zwischen Weihnachten und Heilig Dreikönig ein Bauerntheater aufgeführt. Die Laienspielgruppe hat sich schon an verschiedene Volksstücken gewagt und dafür immer ein volles Haus und viel Applaus geerntet. Höhepunkt für das Arnbrucker Bauerntheater wird sicherlich im Jahre 2009 die Aufführung eines Festspiels, dass anlässlich der 800-Jahr-Feier Arnbruck´s geschrieben wurde, sein.

Bergmesse an Maria Himmelfahrt (15. August)
Als weiterer Höhepunkt im Veranstaltungsjahr gilt der 15. August. An Maria Himmelfahrt findet alljährlich die Bergmesse am Mühlriegel, dem 1.080m hohen Arnbrucker Hausberg, statt. Dazu werden meist an die 1.000 Besucher erwartet. 

Drachselsrieder Kirwa
Anfang September kann man im Nachbarort Drachselsried eine der größten Kirchweihen weit und breit besuchen. Schon gute alte Tradition ist die „Drachselsrieder Kirwa“ mit einem Standmarkt von ca. 250 Fieranten und Ausstellern am „Kirwa-Samstag“ einem bayerischen Bierfest, das vier Tage dauert und jährlich abwechselnd beim Falter-Bräu und beim Schlossbräu kräftig gefeiert wird.
 

Arnbrucker Musikanten- und Sängertreffen
Im Oktober, wenn die Tage wieder kürzer werden, trifft man sich beim Arnbrucker Musikanten- und Sängertreffen. Schon oft wurde diese überregional bekannten Veranstaltung vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet. Bekannte Musik- und Gesangsgruppen aus dem Bayerischen Wald und darüber hinaus geben sich dann in Arnbruck ein Stelldichein. 

 


Arnbrucker Dorfweihnacht am 3. Advent
Vor dem Weihnachtsfest trifft sich die Dorfgemeinschaft am 3. Adventsonntag am Dorfplatz zur „Arnbrucker Dorfweihnacht“. Die Ortsvereine veranstalten gemeinsam mit Gerlinde Graßl vom Bauernhof-Ladl diese urige Vorweihnachtsveranstaltung. 

 

Heilig Abend und Silvester
Das Ende des Kalenderjahres feiert man gemeinsam in der Pfarrkirche St. Bartholomäus. Die beiden Gottesdienste am Heilig Abend und an Silvester gehören wohl zu den Stimmungsvollsten im gesamten Kirchenjahr. Besonders die Christmette am 24.12. (Beginn: 22.00 Uhr) wird durch die musikalische Umrahmung durch den Bläserchor des Spielmannszuges sowie durch den Gesang des Arnbrucker Männerchores, der in dieser Nacht traditionell die „Waidlermesse“ singt, zu einem einmaligen Erlebnis. 
 

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